Veranstaltungen im Seniorenbegnungszentrum der Stadt Siegen "Haus Herbstzeitlos"

 

Das Begegnungszentrum Haus Herbstzeitlos befindet sich hinter der alten "Hainer Schule", Ecke Marienborner Str. / Blumenstr.

Anfahrt: Ab Hauptbahnhof, ZOB Bussteig B 1-2: Linien R 12, R 13, R 17, L 109 (Bushaltestelle: Blumenstraße). Parkplatz: Kostenlos am Haus

 

 

Wegen möglicher Änderungen einzelner Termine (Ferien, Krankheit usw.) empfiehlt sich die telefonische Absprache.

Film-und Video-Club 02732-12460           

 

Seniorenhilfe Siegen e.V.

0271-66510335 

 Seniorenbeirat 0271-404-2202   

 durchblick e.V.

0271-61647 und

0171-6206413

 SHG Sauerstoff Therapie 0271-370354   

 

ALTERAktiv

Siegen-Wittgenstein e.V.

Senecafé

0271-2503239

 Gedächtnisträining  0271-84999    
 Lesepaten  02739-2290  

 SeniorenServiceStelle

0271-3878616-2

 Malgruppe 0271-37387   

 Café "Unter der Linde"

0271-56410

 Selbstverteidigung 0160-8301867   

 Englischkurs

02737-592176

 SeniorenTheaterSiegen 0271-56528     

 


Montag

10.00-12.00  Sprechstunden der

                  Seniorenhilfe

10.00-12.00  SeniorenServiceStelle

                  geöffnet

10.00-12.00  Werkstatt geöffnet

14.00-18.00  ALTERAktiv Senecafé

 

 

 

 

 

Mittwoch

09.00-12.00  ALTERAktiv Senecafé

10.00-12.00  SeniorenServiceStelle

                  geöffnet

10.00-12.00  Redaktionsbüro des durchblick

                       geöffnet

14.00-18.00  ALTERAktiv Senecafé

14.30-16.30  Handarbeiten mit der

                  Seniorenhilfe

14.30-16.30  Werkstatt geöffnet

15.00-17.00  Singen mit der

                  Seniorenhilfe

19.00-21.00  Regenbogentreff

                  Spielen und Klönen

19.00-22.30  Film und Videoclub

Dienstag

09.00-12.00  ALTERAktiv Senecafé

                  Windows 8, Tablets und

                  Smartphones

10.00-12.00  Sprechstunde der

                  Seniorenhilfe

10.00-12.00  Redaktionsbüro des durchblick

                  geöffnet

10.00-12.00  Malgruppe (außer 1.Di.Monat)

 

 

Donnerstag

09.30-10.30  Selbstverteidigung

10.00-12.00  Sprechstunde der

                  Seniorenhilfe

12.00-14.30  Mittagstisch, Anmeldung:

                    Mo.-Di. bis 12.00 Uhr

                     0271-404-2200

 

 

Freitag

10.00-12.00  Sprechstunde der

                  Seniorenhilfe

 

Samstag

09.00-12.00  Wandergruppe der

                  Seniorenhilfe

                                      


Rotraud Ewert zum 80. Geburtstag

21. Oktober 2016

Stets dem Leben das Beste abgewinnen

 

Das freundliche Cafe ist am Sonntagnachmittag gut besucht. Die Gäste gehören vorwiegend der jüngeren Generation an. Für Rotraud Ewert ist dies kein Problem; im Gegenteil. Sie mag junge Leute und hat sie immer gemocht. Nach einem leckeren Stück Kuchen beginnt sie lebhaft zu erzählen. Geboren am 3.10.1936 in Berlin, ihr Vater betreibt eine Pelztierzucht, nachdem er seinen Beruf als Polizist unter dem Druck des NS-Regimes hatte aufgeben müssen. 1953 besteht sie ihr Examen als Pelztierzüchterin mit erfreulich gutem Erfolg. Mit Freude und Stolz zeigt sie das Zeugnis über die bestandene Abschlussprüfung. Zur gleichen Zeit erfährt sie aber auch schmerzhaft den permanenten Druck der DDR-Machthaber.

 

Wenig später flieht die Familie in den Westen, und die Jubilarin erlebt hautnah das entbehrungsreiche Schicksal als Flüchtling, Diskriminierung und zahlreiche Vorurteile der Einheimischen. In ihrem gelernten Beruf findet sie kein Stellenangebot und entschließt sich zu einer Ausbildung als Schweißerin, damals eine absolute Männerdomäne. Nach bestandener Lehre in einem Großbetrieb in Haspe – „dies war eine besonders schöne Zeit“ - gelangt die Familie ins Siegerland, wo ihr Vater als Polizeibeamter eine neue Stelle gefunden hat. In ihrem ersten Gesellenjahr in einer Siegener Firma liegt ihr Stundenlohn bei gerade einmal 0,98 DM - mit fadenscheinigen Argumenten werden ihre männlichen Kollegen bei gleicher Arbeit besser bezahlt. Schon bald darauf wird sie Mitglied im Betriebsrat, wo sie sich jahrzehntelang für die berufliche Gleichbehandlung von Mann und Frau einsetzt. Nach erfolgreicher Fortbildung zur Betriebssanitäterin erlebt sie meist als erste Ansprechpartnerin die schmerzhaften Auswirkungen von Arbeitsunfällen. Als Frau steht sie ihren Mann durch gezielte Erste Hilfe und ein tröstendes und ermutigendes Wort. „Immer nach vorne blicken, es könnte noch schlechter sein.“

 

Ihr vielfältiges Engagement wurde schon anderweitig mit Nachdruck gewürdigt, deswegen seien beispielhaft nur die folgenden Tätigkeiten genannt: Arbeit in der IG-Metall, Seniorenvertretung im DGB, Greenpeace, Rotes Kreuz und AWO.

 

Seit 2002 gehört Rotraud Ewert dem Siegener Seniorenbeirat an und ist Mitglied in den Arbeitskreisen Öffentlichkeit, Kultur und Veranstaltungen sowie Sicherheit und Verkehr. Auch hier gilt ihre Devise „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“. Ihre vielfältigen Anregungen werden dankend entgegengenommen und im Sinne der Dritten Generation umgesetzt. Nicht selten lockert sie die Sitzungen durch erfrischende Beiträge mit hintersinnigem Humor auf.

 

„Nicht dem Leben Jahre, sondern den Jahren Leben geben“, dies beherzigt Rotraud Ewert auch im privaten Bereich. Theater- und Konzertbesuche sowie weitere Kulturveranstaltungen stehen auf ihrem Programm. Häufig ermutigt sie ältere Mitmenschen zur Teilnahme. „Die sollen einmal merken, was an ihnen vorbeigeht, wenn sie immer nur zuhause bleiben“. Gerne ist Rotraud Ewert zur Stelle, wenn andere Senioren Hilfe benötigen, nicht zuletzt auch als Vermittlerin zu professionellen Einrichtungen. „Ich freue mich auch auf den Winter, den kann ich auch genießen, trotz meiner Gehprobleme“, bemerkt sie hoffnungsvoll.  In ihrer Wohnung wartet ein ganzer Stapel ungelesener Büchern auf sie, neben den Inhalten fasziniert sie immer wieder die facettenreiche deutsche Sprache. „Ausdrücke wie ‚Sale, Service Point, Flyer, toppen’ sind mir ein Gräuel, warum benutzen die Leute denn  kein deutsches Wort?“

 

                                                           ***

Das Cafe leert sich so langsam, die Herbstsonne versendet ihre letzten Strahlen, und die Farbenpracht im Weidenauer Tiergarten erinnert an den amerikanischen Indianer Sommer. Ein ähnlich schönes Erlebnis hatte sie bereits kurz zuvor. Ihre jüngeren Geschwister, welche sie nach dem frühen Tod ihrer Mutter fürsorglich betreut hatte, schenkten  ihr zu ihrem Geburtstag einen Aufenthalt im Schwarzwald. „Bald ist ‚Goldener Herbst’ in der Bismarckhalle. Ich bringe noch einige Bekannte mit, damit die auch einmal auf den Geschmack kommen“, verspricht sie beim Abschied an der Haustür.

 

„Nicht weil wir glücklich sind, sind wir dankbar, sondern weil wir dankbar sein können, sind wir glücklich“, diese Weisheit bestätigt die Jubilarin in eindrucksvoller Form.

In diesem Sinne vielen Dank, liebe Rotraud Ewert und alle guten Wünsche.


Kriterien und Vorgaben für die jeweiligen Pflegestufen

15. August 2016

„Kriterien und Vorgaben für die jeweiligen Pflegestufen“, zu diesem Thema informiert der Medizinische Dienst im Rahmen der nächsten Sitzung des Siegener Seniorenbeirates am 30. August 2016. (Beginn 15 Uhr) im Haus Herbstzeitlos, Marienborner Straße 151.

Mit Herrn Björn Kopelke, MDK Westfalen-Lippe, konnte ein namhafter Referent für diesen Tagesordnungspunkt gewonnen werden.

 

Zuhörer sind herzlich willkommen.


Der Mittagstisch für Ältere im „Haus Herbstzeitlos“ feierte sein 5jähriges Bestehen


(v.l. Karin Piorkowski, Bürgermeister Steffen Mues,Ingeborg Priolo, Helga Reichmann, Ursula Höpfner und Eva Jung bei dem Empfang am 18.02.2016)

19. Februar 2016

Seit nunmehr 5 Jahren wird jeden Donnerstag im Haus Herbstzeitlos ein leckeres Menü für ältere Menschen zubereitet. Viele fleißige Hände kochen, backen und servieren jede Woche abwechslungsreiche Speisen für Seniorinnen und Senioren, die gern in Gesellschaft essen und ein paar schöne Stunden verbringen möchten.

Bürgermeister Steffen Mues nahm dies zum Anlass, Frau Karin Piorkowski und Ihrem Team in einer kleinen Feierstunde ein herzliches Dankeschön für ihre geleistete Arbeit auszusprechen.

 


Selbstverteidigungskurs für Senioren seit fünf Jahren erfolgreich

Es ist 9:30 Uhr, Ort des Geschehens: ein Mehrzweckraum im Haus Herbstzeitlos in der Marienborner Straße. Rund ein Dutzend älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger nimmt gut gelaunt und erwartungsvoll Aufstellung. Zunächst stehen wie immer Lockerungs- und Dehnübungen auf dem Programm, gefolgt von Einheiten zum Training von Gleichgewicht, Reaktionsfähigkeit und Stehvermögen.

Andy Holz, Schwarzgurtträger und Großmeister in International Combat Arts, einer Selbst-verteidigungsart ,welche verschiedene Techniken kombiniert, zeigt, wie es gemacht wird. Nach dieser wichtigen Aufwärmphase geht es dann so richtig zur Sache. Kampfhandschuhe, auch Pratzen genannt, werden übergestreift und dann lassen die Teilnehmer Fäuste, Arme, Hände und Füße fliegen. Kurzer Fauststoß, Handballenschlag, Haken rechts und links, Upper Cut und Ellenbogenstoß wechseln einander ab, unterstützt von Fußeinsatz und Kniestößen.

Nach diesen grundlegenden Techniken geht es um flexible Anwendung und Kombination im Ernstfall. Angriffe von vorne, von der Seite und von hinten werden simuliert, des weiteren Überwältigungstechniken sowie Lösung aus Umklammerungen und Würgegriffen. Zunächst geschieht dies nur im Zeitlupentempo, mit fortschreitender Erfahrung auch in wirklichkeits-angemessener Form, wobei im Training selbstverständlich Sicherheit vor Schnelligkeit geht. Wenn Andy Holz gegen Ende der 60-minütigen Trainingseinheit einen zusammenfassenden Rückblick gibt, merken die Teilnehmer mal wieder, wie schnell die Stunde vergangen ist.

Angefangen hatte alles vor nunmehr 5 Jahren. "Senioren wehren sich", so lautete damals die Ankündigung zu einem zunächst auf 3 Monate angelegten Kurs, und eine kleine Zahl von Seniorinnen und Senioren war dieser Einladung gefolgt. Schon bald bekamen die Teilnehmer Lust auf mehr. Rasch entwickelte sich eine zweistellige Teilnehmerzahl, die heute noch mit Erfolg und Elan bei der Sache ist. Dies ist besonders der facettenreichen, anschaulichen und methodisch geschickten Trainingsleitung von Andy Holz zu verdanken, welcher seine jahrzehntelangen Erfahrungen im Bereich von Personenschutz , Personal Training und Selbstverteidigung gezielt und adressatenbezogen auf die Vertreter der dritten Generation überträgt.

So vermittelt er den Teilnehmern, wie man seine eigenen Möglichkeiten realistisch einschätzt, Gefahrensituationen frühzeitig erkennt und je nach Situation flexibel reagiert, ohne sich dabei leichtfertig zu übernehmen. "Die beste Selbstverteidigung ist diejenige,welche erst gar nicht stattfinden muss", dies ist sein zentraler Grundsatz. So ist es angebracht, Gefahrensituationen und Provokationen auf der Straße möglichst zu vermeiden sowie Hinterhalte rechtzeitig zu erkennen. Überzeugend aufrechte Haltung, feste Stimme - Anrede stets in der Sie-Form - sowie beschwichtigende Handhaltung reichen bereits in vielen Fällen aus, um Eskalation zu vermeiden.

Nicht immer ist es jedoch damit getan, und so kommt es dann auf die rasche und wirkungsvolle Abwehr und Gegenwehr an. Meistens rechnen die Angreifer, welche in der Regel nur ein hilfloses Opfer suchen, nicht mit der Wehrhaftigkeit des vermeintlich Schwachen. Erfolgreiche Ab- und Gegenwehr wird sich womöglich herumsprechen und derartige Schläger von künftigem Tun abschrecken.

Dieser Selbstverteidigungskurs ist jederzeit offen für Neueinsteiger ohne Vorkenntnisse. "Die Mischung macht es, wir alle können von einander lernen und unterstützen uns gegenseitig. Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen von den Fortgeschrittenen ,und diese verbessern und verfeinern ihre bisherigen Fertigkeiten", so Andy Holz.

Auch der gesellige Teil kommt auf seine Kosten. In gewissen Abständen treffen sich die Kursteilnehmer mit ihrem Großmeister zum gemeinsamen Abendessen in lockerer und heiterer Atmosphäre.

Interessenten können wie folgt Kontakt aufnehmen:

Andreas Holz 0160-830 18 67 oder www.sensei-sports.de

oder: Geschäftsstelle des Seniorenbeirates der Stadt Siegen 0271-4042202