Siegener Seniorenbeirat diskutierte aktuelle Themen

14. November 2016

 

"Belebung der Städtepartnerschaften und barrierefreier Bahnhof Weidenau"
 

Der Seniorenbeirat der Stadt Siegen will sich in Zukunft verstärkt um eine Belebung des Erfahrungsaustausches mit den Partnerstädten der Krönchen Stadt bemühen und einen nachhaltigen Beitrag dazu leisten.

Das beschlossen die Mitglieder des Gremiums bei ihrer jüngsten Sitzung im Geisweider Rathaus nach eingehender Aufarbeitung der Erfahrungen, die der Beirat jüngst bei seinem Besuch in der Partnerstadt Plauen gemacht hatte. Das gegenseitige Informieren über die unterschiedlichen Strukturen der Seniorenvertretungen in den Partnerstädten sei genauso wichtig wie das persönliche Kennenlernen der handelnden Personen, betonte Siegens Seniorenbeiratsvorsitzender Dr. Horst Bach.

Der Partnerschaftsaustausch auf Seniorenebene sei auch deshalb so wichtig, weil die meisten Beiratsmitglieder noch die Kriegs- und Nachkriegszeit persönlich erlebt hätten und eigene Erfahrungen als Zeitzeugen dieser Jahre  austauschen könnten, hieß es aus dem Seniorenbeirat.

So steht auf der Agenda des Siegener Seniorenbeirates zunächst die Organisation des Gegenbesuches der Plauener Kolleginnen und Kollegen in der Krönchen Stadt. Danach will man mit den Seniorenvertretungen in Siegens Partnerstädten Zakopane und Ypern ins Gespräch kommen. Die entsprechenden Kontakte sollen bereits jetzt aufgenommen werden. 

 

Dr. Horst Bach berichtete sodann aus der letzten Sitzung des Fahrgastbeirates, dem er als einziger Vertreter der Seniorenbeiräte aus den Kreisen Siegen/Wittgenstein und Olpe angehört.

 

Nicht zufrieden geben will sich der Seniorenbeirat in diesem Zusammenhang mit der leidigen Aufzugssituation am Weidenauer Bahnhof, für deren Lösung sich insbesondere Arbeitskreissprecher Helmut Plate schon seit über einem  Jahrzehnt erfolglos eingesetzt hat. Mit dem Hinweis der VGWS auf bautechnische  Probleme und fehlende Handlungsmöglichkeiten wegen der andauernden Zweckbindung will sich der Siegener Seniorenbeirat nicht abfinden. Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach wollte gar das Problem des sog. "Behindertenaufzugs" nicht isoliert sehen. Er stellte die Situation am Weidenauer Zugbahnhof vielmehr in den größeren Zusammenhang von Inklusion und allgemeiner Barrierefreiheit, wie sie von der Politik inzwischen in allen Schulen und öffentlichen Gebäuden vorangetrieben wird. Dass ein so zentraler Bahnhof, der bald wieder für IC-Verbindungen bereitstehen soll, nicht barrierefrei sei, bezeichnete er als Skandal. Hier müsse unbedingt nach Alternativlösungen gesucht werden, um der großen Zahl der Bahnreisenden, alten und jungen, Berufspendlern und Studenten,  einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen zu ermöglichen.    


Verbraucherzentrale informierte Siegener Seniorenbeirat

11. Oktober 2016

 

Verkaufsrecht, Vertragsrecht und Vermietungsrecht, dies sind neben anderen zentrale Aufgaben der Verbraucherzentrale NRW. Hierüber informierte Dr. Konstantin von Normann als Leiter der Siegener Verbraucherberatung e.V. die Mitglieder des Siegener Seniorenbeirates in umfassender, tiefgehender und anschaulicher Form. Dem Seniorenbeirat komme gerade im Hinblick auf die  Beratung und Unterstützung der durch eine übermäßige und zunehmend aggressivere Werbung stark verunsicherten Menschen eine besondere Bedeutung zu, so der Beiratsvorsitzende Dr. Horst Bach.

Anhand vielfältiger Beispiele illustrierte der   Referent Abzocke und Abo-Fallen per Internet und Mobilfunk, Überredungsstrategien bei penetranter Telefonwerbung sowie sittenwidrige Haustürgeschäfte und gab gezielte Ratschläge zu Vorbeugung und Abwehr.

Bedauerlicherweise sind die Methoden unlauteren Geschäftsgebarens immer subtiler, raffinierter und hinterhältiger geworden, insbesondere durch Entwicklungen im Bereich neuer Technologien und psychologisch geschickte Schulung der jeweiligen Mitarbeiter. Am sinnvollsten ist es ,bei dubiosen Werbeanrufen den Hörer gleich aufzulegen, ein Ja am Telefon kann bereits das Zustandekommen eines Kaufvertrages bedeuten. Auf jeden Fall sollten unbekannte zweifelhafte E-Mails nicht geöffnet, sondern gleich gelöscht werden. Als besonders perfides Beispiel nannte der Dr. v. Normann einen sogenannten „Anrufblocker“ im Internet, welcher angeblich vor unerwünschten Telefonaten schützen soll. Der Erfolg ist gleich Null und es profitieren lediglich die Anbieter. Bei Kaufverträgen gilt ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Dies sollte per Einschreiben oder per Fax erfolgen. Sollte Hilfe beim Öffnen eines Türschlosses benötigt werden, so empfiehlt es sich einen örtlichen Handwerker zu verständigen.

Die vielfältigen Beratungsangebote der Verbraucherzentrale werden in den letzten Jahren in steigendem Maße angenommen und die Erfolgsquote ist recht hoch.

 

Interessenten können sich vor Ort (Friedrichstraße 1 in Siegen) oder im Internet informieren. Die Beratung ist für die Bezieher niedriger Einkommen kostenlos.

Die zahlreichen Fragen und Anregungen der Beiratsmitglieder  rundeten die wertvolle Veranstaltung erfolgreich ab.


Gespannt folgen Mitglieder des Siegener Seniorenbeirates dem Vortrag von Dr. v. Normann ( rechts)


Seniorenbeiratssitzung am 23.02.2016

03. März 2016

In der jüngsten Sitzung des Siegener Seniorenbeirates berichtete Andreas Matzner vom Fachbereich 5 über den Stand der städtischen Inklusionsplanung und deren Umsetzung.

Von besonderem Interesse für die Seniorenvertreter waren Zielfindungen und Maßnahmenvorschläge zu den Themenfeldern Bauen und Wohnen, Mobilität und Freizeit, Kultur und gesellschaftliche Teilhabe sowie Prävention, Rehabilitation, Gesundheit und Pflege. Der Referent konnte nach ausgiebiger Aussprache vielfältige Anregungen von Vertretern der dritten Generation aufnehmen.

 

Ein zentrales Thema war anschließend die Arbeit in den städtischen Ausschüssen, in denen die Beiratsmitglieder eine beratende Stimme haben. Gerade hinsichtlich der aktuellen Stadtentwicklungsvorhaben möchten der  Seniorenbeirat informiert und eingebunden werden.

So wünschte Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach mit Blick auf das am 9. März im Rat zu verabschiedende Städtebauförderungsprogramm 2015 - 2022 "Rund um den Siegberg" die Einbeziehung  des Seniorenbeirats in den in der Geschäftsordnung vorgesehenen Arbeitskreis. Die Einladung zur Mitwirkung in einem solchen Gremium dokumentiere schließlich auch die Wertschätzung, die man seitens der Stadt dem Seniorenbeirat entgegenbringe, so der Vorsitzende.

 

Im Wirtschaftsförderungausschuss hatte Stadtbaurat Stojan dem Anliegen des Seniorenbeirates  bereits seine Unterstützung zugesagt. Äußerst interessiert zeigte der Beirat sich auch hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Projektes Herrengarten. In einer der nächsten Beiratssitzungen soll die Verwaltung über den aktuellen Stand der Planungen berichten.

 

Erst unlängst war bei der Vorstellung des neuen Stadtführungskonzeptes für Senioren deutlich geworden, wie wichtig die Mitarbeit des Seniorenbeirates als Sprachrohr der älteren Generation bei der Entwicklung von neuen städtischen Konzepten und Projekten ist.