Seniorenbeirat

22. Juni 2020

 

Zu seiner ersten Sitzung nach mehrmonatiger Corona-Pause war jetzt der Seniorenbeirat der Stadt Siegen im Großen Sitzungssaal des Geisweider Rathauses zusammengekommen. Wegen der Hygienevorschriften gab es nur eine verkürzte Tagesordnung ohne die sonst üblichen  Berichte aus den Arbeitskreisen und Ausschüssen.

 

So stand nach der einstimmigen Kenntnisnahme der Verwaltungsvorlagen zur Verteilung der Fördermittel in den Bereichen "Alter" und "Seniorenarbeit" für das Jahr 2020 der Bericht des Beiratsvorsitzenden Dr. Horst Bach im Mittelpunkt der Tagesordnung. Horst Bach reflektierte zunächst den Ablauf der Ereignisse in den vergangenen Monaten und forderte möglichst bald Erfahrungsberichte mit dem Virus aus den städtischen Alten- und Pflegeheimen, um für das Auftreten möglicher weiterer "Wellen" der Pandemie  gewappnet zu sein.

 

Daher wird der zuständige Arbeitskreis Gesundheit und Pflege des Seniorenbeirats mit den beiden Ärzten Dr. Wolfgang Bauch und Dr. Maria Czell als Vorsitzende jetzt Erfahrungsberichte aus den Heimen einholen und in der nächsten Beiratssitzung darüber berichten. 

 

Desweiteren bedankte sich Dr. Horst Bach bei der Bauverwaltung um Stadtbaurat Henrik Schumann für den Einstieg in die Umsetzung des städtischen Wohnbaulandkonzeptes. Schließlich gehöre die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum zu den wichtigsten Forderungen in der Agenda des Siegener Seniorenbeirats, so Horst Bach. Er bedauerte in diesem Zusammenhang den parteipolitischen Streit um das von der Verwaltung vorgeschlagene Baugebiet auf dem Siegener Giersberg, freute sich aber umso mehr auf die Beplanung des offenbar unstrittigen Baugebietes rund um den alten Schießberg-Sportplatz in Geisweid.

Hier hob der Beiratsvorsitzende vor allem hervor, dass bei der Schaffung von bedarfsgerechtem und bezahlbarem Wohnraum mindestens ein Viertel der Geschossfläche aus geförderten Wohneinheiten bestehen soll. Wie das bei den im "Konzeptverfahren" zu verkaufenden einzelnen Baufeldern nachgeprüft werden soll, darüber herrschte im Beirat allerdings weitgehend Unklarheit.     


Aushalten und gegenhalten


Sind auch während der Corona-Krise im Gespräch: BAGSO-Vorsitzender Franz Müntefering und Siegens Seniorenbeiratsvorsitzender Dr. Horst Bach.

18. April 2020



"Aushalten und gegenhalten." Auf diese für ihn gewohnt knappe Formel brachte Franz Müntefering, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. (BAGSO) jetzt in einem Gespräch mit dem Siegener Seniorenbeiratsvorsitzenden Dr. Horst Bach seine Ansicht darüber, wie insbesondere die ältere Bevölkerung nach den jüngsten Regierungsbeschlüssen zur Corona-Krise mit den Auswirkungen des Virus umgehen sollte.

Horst Bach hatte sich zuvor danach erkundigt, wie sich die örtlichen Seniorenvertretungen in dieser schwierigen Zeit verhalten sollten. Seit seinem Besuch in Siegen im November 2018 steht Franz Müntefering in kontinuierlichem Kontakt mit dem Siegener Beiratsvorsitzenden. Auch dem Siegener Seniorenbeirat sind seit Ende März durch den Wegfall von Vorstands-, Arbeitskreis- und Plenumssitzungen praktisch die Hände gebunden.

Auch Beiräte müssten die gegenwärtige Situation zunächst so akzeptieren, wie sie ist, sagte Franz Müntefering. Gleichwohl hätten sie aber auch die Aufgabe, in geeigneter Weise auf Mangelsituationen im Sinne der Älteren hinzuweisen. Die Beschlüsse der Bundesregierung würden überzeugen, jetzt käme es auf die Praxis an und darauf, dass alle mitmachen, hatte Franz Müntefering bereits zuvor über eine Pressemitteilung der BAGSO verlauten lassen.

 

Im Gespräch mit Horst Bach appellierte er schließlich zudem an die Seniorenvertretungen, trotz des aktuellen Stillstandes nicht apathisch zu werden, sondern sich weiterhin mit großer Empathie den Belangen der zur "Risikogruppe" eingestuften älteren Menschen zuzuwenden. Besonders wichtig sei, dass die Politik die Notwendigkeit des Schutzes von Bewohnerinnen und Bewohnern in Pflegeheimen betont habe. Gerade auf diesem Gebiet hat der Seniorenbeirat der Stadt Siegen über seinen Arbeitskreis Gesundheit und Pflege schon seit Jahren auf die mangelnde Personalausstattung und die unzureichenden Arbeitsbedingungen hingewiesen. Hier eine bessere Ausstattung mit genügend Schutzkleidung, reichlich Tests und mit geeigneten Maßnahmen eine Verhinderung bzw. Verringerung von Isolation der älteren Menschen in den Heimen zu schaffen, ist weiterhin ein wichtiges Anliegen des Seniorenbeirates. 

 

Der Vorstand des Gremiums weist zudem darauf hin, dass man die Gesellschaft nicht einfach in junge Menschen und Senioren als Risikogruppe einteilen könnte. Bei den Senioren gäbe es viele Menschen, die sich bis ins hohe Alter eine gute Gesundheit bewahrt hätten, während auch junge Menschen erkranken und zur Risikogruppe werden könnten, so Beiratsvorsitzender Horst Bach. Freiheit für die Jüngeren und Hausarrest für die Älteren, das könne einfach keine menschenwürdige Alternative sein. Ein Generationenkonflikt müsse in jedem Falle vermieden werden. Hier käme es eher auf die Eigenverantwortung jedes Einzelnen an in dem Bewusstsein, dass nur eine generationenübergreifende Solidarität das Virus erfolgreich bekämpfen kann, so Horst Bach in einem Rundschreiben an alle Beiratsmitglieder.

 

Welche Konsequenzen die Corona-Krise inzwischen auch auf die Arbeit des Siegener Seniorenbeirates genommen hat, geht nicht zuletzt aus der Tatsache hervor, dass sowohl die geplanten Zusammenkünfte mit dem Jugendparlament der Stadt Siegen sowie die turnusmäßige Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Seniorenbeiräte Siegen, Freudenberg und Kreuztal verschoben werden musste. Und nicht zuletzt hat auch die europaweite Ausbreitung der Pandemie ihre Folgen: Aus Polen kam die Absage des Seniorenbeirates der Stadt Zakopane für den im Juli geplanten Gegenbesuch in der Krönchenstadt.


Bessere Position für Mitfahrerbank

01. März 2020



Mit Nachdruck sprach sich der Siegener Seniorenbeirat in seiner Sitzung am 25. Februar 2020 für einen angemesseneren Standort einer Mitfahrerbank im Bereich Leimbachstraße/Rosterberg aus.

Das Objekt steht z.Z. noch an der Ecke Leimbachstraße/Hermann-Klaas-Straße. Dieser Standort ist laut Seniorenbeiratsmitglied und Anwohner Peter Schiffmann wenig geeignet, um seinen Zweck zu erfüllen.

So werde die Strecke Leimbachstraße – Hermann-Klaas-Straße nur von wenigen Anwohnern genutzt, zumal mehrere Fußwege als Abkürzung möglich sind.

 

Die Strecke Leimbachstraße – Rosterstraße – Rosterberg werde demgegenüber von zahlreichen Anwohnern begangen, Abkürzungen sind auf der steilen Rosterstraße, wo sich viele Mehrfamilienhäuser befinden, nicht möglich. An dieser Wunschposition des Seniorenbeirates befindet sich zudem eine Bushaltestelle.


Pressesprecher Ernst Göckus legt Halbzeitbilanz vor

31. Januar 2020



Mit einer einer überaus informativen und erfreulichen "Halbzeitbilanz" wurden die Mitglieder des Seniorenbeirats der Universitätsstadt Siegen bei ihrer turnusmäßigen Januar-Sitzung im Großen Sitzungssaal des Geisweider Rathauses überrascht.

 

Vorstandsmitglied und Pressesprecher Ernst Göckus hatte nämlich zur Mitte der aktuellen Wahlperiode (2017 - 2022) eine umfangreiche und anschauliche Zusammenstellung all jener Projekte, Vorhaben und Ereignisse verfasst, die vom Vorstand, den vier Arbeitskreisen sowie einzelnen Beiratsmitgliedern in der Vergangenheit durchgeführt bzw. begleitet wurden. Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach dankte  Ernst Göckus, der bereits seit 13 Jahren auch den äußerst aktiven Arbeitskreis II mit seinen vielfältigen Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und Partnerschaften leitet, für dessen engagierte Tätigkeit in Vorstand und Arbeitskreis.

Als personifiziertes "Sprachrohr der älteren Generation" habe Ernst Göckus mit seinen Textbeiträgen die umfangreiche Arbeit des Seniorenbeirats erfolgreich und anschaulich in die Öffentlichkeit getragen, so der Vorsitzende. Getreu dem Beiratsmotto "Nah bei den Menschen" gehören die Informationsveranstaltungen in den Siegener Stadtteilen weiterhin neben den Themen Gesundheit, Pflege und Bewegung, Sicherheit, Mobilität und Verkehr sowie bezahlbares Wohnen zu den Schwerpunktaufgaben des Seniorenbeirats. 


Pressesprecher Ernst Göckus (Mitte) präsentierte jetzt die "Halbzeitbilanz" des Siegener Seniorenbeirats.
Im Bild der Vorstand des Gremiums mit (von links)

Vorsitzender Dr. Horst Bach, stellv. Vorsitzende Dr. Maria Czell, Ernst Göckus, Schriftführerin Brigitte Burk und stellv. Vorsitzender Michael Horak.


Inhaltsreicher und einfühlsamer medizinischer Vortrag

24. Januar 20209



Auf der ersten Sitzung des Siegener Seniorenbeirats in diesem Jahr hielt Frau Dr. med. Julia Hartmann einen Vortrag zum Thema „Palliativmedizin“. Auf der Basis ihrer langjährigen beruflichen Erfahrung zeigte die Referentin, ärztliche Leiterin der Sektion Palliativmedizin am Diakonie Klinikum Jung-Stilling, Leitbild, Ziele und therapeutisches Konzept der Palliativstation auf. In dieser Einrichtung werden Patienten mit Beschwerden im Rahmen einer nicht heilbaren Erkrankung behandelt, so z.B. bei Krebs im fortgeschrittenen Stadium. Die individuellen Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt der ganzheitlichen Zuwendung, wobei Würde und Autonomie des Patienten als Richtschnur dienen. Ziel sei die Erhaltung bestmöglicher Lebensqualität, nicht dem Leben noch Tage, sondern den Tagen noch Leben geben, so die Referentin. Angehörige und Freunde der  Patienten seien auf der Palliativstation herzlich willkommen und können auf Wunsch in die Betreuung einbezogen werden. Eine umfassende Schmerztherapie, die Behandlung belastender Symptome und eine flexible Pflege sind tragende Säulen des therapeutischen Konzepts. Die Patienten werden nicht nur medizinisch, sondern auch psychologisch und seelsorglich begleitet.

 

Die Anzahl von Palliativstationen habe sich, so die Referentin, in den letzten Jahren erheblich erhöht. Gab es 1996 lediglich 28 Stationen, so waren es 2018  in Deutschland bereits 304 derartige Einrichtungen. Der Vortrag von Frau Dr. Hartmann erzielte bei den Mitgliedern und Zuhörern nachhaltigen Erkenntnisgewinn, aber auch zugleich ein gutes Maß an Ermutigung. Die gezielten Fragen in der anschließenden Diskussion rundeten die Veranstaltung einfühlsam und erfolgreich ab.


Seniorenbeiratsvorsitzender Dr. Horst Bach überreicht Dr. Julia Hartmann einen Blumenstrauß als Dankeschön

Palliativmedizin

14. Januar 2020



Auf der ersten Sitzung des Siegener Seniorenbeirates in diesem Jahr am 21.Januar 2020 wird Frau Dr. med. Julia Hartmann einen Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Palliativmedizin“ halten.

Die Veranstaltung beginnt um 15.00 im Rathaus Siegen- Geisweid.

 

Die Referentin ist ärztliche Leiterin der Sektion Palliativmedizin am Diakonie Klinikum Jung-Stilling und wird anschließend Fragen aus Plenum und Zuhörerschaft beantworten. Interessierte sind herzlich eingeladen (Besuchertribüne, Großer Sitzungssaal).