Letzte Sitzung des Siegener Seniorenbeirates im Jahre 2017

14. Dezember 2017



In der letzten Sitzung des Siegener Seniorenbeirates für dieses Kalenderjahr nutzte Bürgermeister Steffen Mues die Gelegenheit, sämtlichen Mitgliedern des Gremiums für die engagierte und erfolgreiche ehrenamtliche Tätigkeit zu danken. Gleichzeitig gab er einen kurzen Rückblick auf die 20jährige Arbeit des Beirates.

 

„Im Sinne aller Beteiligten war es eine wichtige und gute Entscheidung, den Seniorenbeirat zu installieren.“

Beispielhaft nannte er die kompetente Mitwirkung bei Bauvorhaben, Sicherheit, Verkehr und seniorengerechten sozialen Einrichtungen. Besonders hob der Bürgermeister die gelungenen Austauschbesuche mit Senioren der Partnerstädte Plauen und Leeds hervor.

Aus einer anschließenden Gesprächsrunde konnte Mues zahlreiche Anregungen mitnehmen, so etwa zu verbessertem Winterdienst, seniorenfreundlichen Aufzügen und Mitwirkungen bei Altersjubiläen städtischer Bürger.

 

Der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Dr. Horst Bach, dankte dem Bürgermeister sowie der Verwaltung für die vorbildliche und gedeihliche Zusammenarbeit.

 

Die neu konstituierten vier Arbeitskreise zeigten Perspektiven künftigen Tuns auf, welche in eine Agenda für die neue Amtsperiode einfließen werden.  Wie Dr. Horst Bach mitteilte, soll diese neue Agenda 2018 des Seniorenbeirates auf einer Klausurtagung im Frühjahr erarbeitet werden. Die politische Teilhabe der älteren Menschen an der Gestaltung einer generationengerechten sozialen Stadt werde dabei eine wichtige Rolle spielen. Die Aufgaben aus der Agenda 2012 seien überwiegend vollständig und bürgernah umgesetzt worden. Auch die bereits erfolgreich angestoßene Zusammenarbeit mit den Seniorenbeiräten der Städte Kreuztal und Freudenberg solle weiter intensiviert werden, so der Vorsitzende.

Des weiteren ist für März ein Seniorenbesuch in der Partnerstadt Ypern geplant.

 

Einstimmig sprach sich der Seniorenbeirat für eine seniorenfreundlichere Schalterhalle im Siegener Hauptbahnhof aus. Dringend geboten sind ein Nummern-Automat mit akustischer und visueller Anzeige sowie verbesserte Sitzgelegenheiten. Eine entsprechende Resolution wird gemeinsam mit dem Beirat der Menschen mit Behinderungen verabschiedet werden.


Besetzung der Ausschüsse

22. November 2017



Der Rat der Stadt Siegen hat jetzt aufgrund der Besetzungsvorschläge des Seniorenbeirates folgende Personen als beratende Mitglieder in die städtischen Ausschüsse bzw. Gremien gewählt (stellvertretende Mitglieder in Klammern):

 

Ausschuss für Soziales, Familien- und Seniorenfragen:

Dr. Maria Czell (Dr. Horst Bach);

Ausschuss für Schul- und Bildungswesen:

Ernst Göckus (Magdalene Sörries-Meister);

Jugendhilfeausschuss:

Karin Piorkowski (Helga Mücke);

Bauausschuss:

Dr. Jochen Münch (Elke Lohmeier);

Verkehrsausschuss:

Peter Schiffmann (Heinrich Killet);

Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Stadthallen und Liegenschaften:

Dr. Horst Bach (Klaus Leukel);

Kulturausschuss:

Christel Henke (Marlene Müller);

Sport- und Bäderausschuss:

Dr. Horst Uzar (Michael Horak);

Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit- und Ordnung:

Hans Amely (Armin Maxeiner);

Ausschuss für Umwelt, Landschaftspflege und Energie:

Dr. Wolfgang Bauch (Brigitte Burk);

 

Bezirksausschuss I Siegen-Geisweid:

Klaus Leukel (Magdalene Sörries-Meister);

Bezirksausschuss II Siegen-Weidenau:

Dr. Jochen Münch (Christel Henke);

Bezirksausschuss III Siegen-Ost:

Armin Maxeiner (Eberhard Schäfer);

Bezirksausschuss IV Siegen-Mitte:

Dr. Bernd Knapp (Peter Schiffmann);

Bezirksausschuss V Siegen-West:

Helmut Plate (Dr. Maria Czell);

Bezirksausschuss VI Siegen-Süd:

Michael Horak (Rolf Steinemann)

 

Sonstige Gremien:

 

Pflegekonferenz Kreis Siegen:

Dr. Bernd Knapp (Karl-Adolf Fries);

Integrationsrat:

Alfonso Lopez Garcia (Brigitte Burk);

Interkulturelles Seniorennetzwerk:

Elke Lohmeier (Ernst Göckus);

Beirat für Menschen mit Behinderungen:

Dr. Wolfgang Bauch (Marlene Müller);

Beirat Neukonzeption Weihnachtsmarkt:

Karl-Adolf Fries (Marlene Müller);

Projektbegleitender Arbeitskreis „Entwicklung eines Radverkehrskonzeptes für Siegen in Anlehnung an den Nationalen Radverkehrsplan 2020“:

Hans Amely (Dr. Bernd Knapp).

 


Siegener Seniorenbeirat fordert Abschaffung der Sommerzeit

21. November 2017



Wie ernst der Seniorenbeirat der Stadt Siegen die Anregungen älterer Menschen aus der Bevölkerung der Krönchenstadt nimmt, das wurde jetzt bei der jüngsten Beiratssitzung im Geisweider Rathaus deutlich.

So hatte Beiratsmitglied Dr. Bernd Knapp mehrere Wünsche von Seniorinnen und Senioren aus seinem Wahlbezirk nach Abschaffung der Zeitumstellung bzw. einem Ende der Sommerzeit erhalten. Diese machte der Mediziner jetzt zu einem Thema im Plenum.

So könne die Zeitumstellung laut mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen zu bleibenden gesundheitlichen Schädigungen führen.

Es gebe Hinweise, dass während der ersten beiden Tage nach der Zeitumstellung die Krankenhauseinweisungen wegen eines Schlaganfalls zunehmen würden. Des Weiteren habe eine schwedische Studie eine signifikante Zunahme von Herzinfarkten während der ersten sieben Tage nach der Zeitumstellung im Frühjahr erkannt. Auch gebe es medizinische Studien, welche unmittelbar nach der Zeitumstellung eine vorübergehende Zunahme der Müdigkeit und Unkonzentriertheit bei Schülern feststellten und deswegen den Verzicht auf Klassenarbeiten und Prüfungen in dieser Zeit empfahlen.

 

Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach verwies in diesem Zusammenhang auf aktuelle Bestrebungen in der EU, die Sommerzeit wieder abzuschaffen. Die erwarteten Einsparungen von Energie hätten sich bei der Einführung im Jahre 1980, so einer der meist genannten Gründe, jedoch nicht erfüllt. Die kritischen Stimmen aus der heimischen Bevölkerung seien daher ernstzunehmen. Im Freizeitbereich sei aber auch hinsichtlich der längeren Sommerabende eine positive Rückmeldung zu verzeichnen, so Dr. Bach.

 

Gleichwohl unterstützte der Seniorenbeirat mit überwiegender Mehrheit das Bestreben auf Abschaffung der Sommerzeit. Der entsprechende Beschluss soll nun auch der Landesseniorenvertretung (LSV), der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) und den zuständigen politischen Gremien mitgeteilt werden


Letzte Plenumsitzung - Vorstellung des Tätigkeitsberichts 2012 - 2017

13. Juli 2017



In seiner letzten Plenumssitzung dieser Wahlperiode befasste sich der Seniorenbeirat der Stadt Siegen mit dem Tätigkeitsbericht 2012 - 2017, der inzwischen auch allen Ratsmitgliedern und dem Verwaltungsvorstand der Krönchenstadt zugegangen ist.

 

Unter dem Titel "Wir sind aktiv" präsentierte Ernst Göckus, Vorstandsmitglied für die Öffentlichkeitsarbeit, die 64-seitige Broschüre, an der  auch die Vorstandsmitglieder Hans Amely und Michael Horak sowie für das Layout der Freudenberger Mediengestalter Bruno Bolte mitgewirkt hatten.

 

Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach dankte dem Redaktionsteam für das umfangreiche Werk, das einen ausführlichen Überblick über die vom Beirat in den vergangenen fünf Jahren geleistete Arbeit widerspiegelt. Siegens Bürgermeister Steffen Mues stellte in seinem Grußwort besonders die erfolgreichen Bemühungen des Seniorenbeirats um verbesserte Lebensbedingungen und mehr Barrierefreiheit für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger heraus.

 

Deutlich wurde aber auch der besondere Einsatz des Beirats im Hinblick auf die Förderung der freundschaftlichen Beziehungen zu Siegens Partnerstädten.

Neben den Besuchen in der Partnerstadt Leeds sind jetzt erstmals auch Verbindungen zum Seniorenbeirat der Partnerstadt Plauen im Vogtland hergestellt worden. Nach dem Besuch der Siegener Beiratsmitglieder im Herbst des vergangenen Jahres in der Spitzenstadt war eine Abordnung des Plauener Beirats im Frühjahr bekanntlich zum Gegenbesuch in Siegen erschienen. Zu diesem Ereignis zeigte Brigitte Burk, Webmasterin des Beirats, im Verlaufe der Sitzung einen von ihr selbst hergestellten Film, der großen Anklang fand.

 

Wie Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach mitteilte, liegen dem Gremium bereits jetzt weitere Einladungen aus den Partnerstädten Ypern und Zakopane vor, über deren Umsetzung der inzwischen neugewählte Seniorenbeirat entscheiden soll.

 

Zum Abschluss des Tätigkeitsberichtes zeigte Horst Bach die Perspektiven zukünftiger Beiratsarbeit auf. Dazu gehörten u.a. Seniorenpolitik als Querschnittsaufgabe, die wohnortnahe Versorgung im Quartier, Prävention im Hinblick auf steigende Altersarmut, politische Teilhabe sowie Verbesserung der Pflege und die Unterstützung der pflegenden Angehörigen, so der Beiratsvorsitzende.

 

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden mit Rotraud Ewert, Rolf Holdinghausen und Dr. Dieter Stündel drei ausscheidende Beiratsmitglieder mit einem Buchgeschenk "Und samstags in die Zinkbadewanne" besonders geehrt. 


Wir sind aktiv: Die Vorstandsmitglieder Hans Amely, Ernst Göckus, Dr. Maria Czell, Dr. Horst Bach und Michael Horak (im Bild von links) stellen den Tätigkeitsbericht des Siegener Seniorenbeirats vor.


Griechischer Wein zum Ende der Legislaturperiode

12. Juli 2017



"Griechischer Wein" war die Belohnung für zehnjährige intensive Mitwirkung im Arbeitskreis II (Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen) des Seniorenbeirates der Universitätsstadt Siegen.

Arbeitskreissprecher Ernst Göckus konnte jetzt zum Ende der Legislaturperiode im griechischen Restaurant "Alexis Zorbas" in Weidenau den Dank des Vorstandes an sein Team übermitteln. Dabei betonte er insbesondere auch die vielfältigen Integrationsbemühungen des Arbeitskreises.

Das Besondere: Alle Arbeitskreismitglieder fungieren bereits seit 10 Jahren in dem Gremium. Auch einige Ehemalige waren der Einladung gefolgt.

Gastgeber Vassilius Ziogas, einer der gastronomischen "Götter Griechenlands" im Siegerland und interkultureller "Pate" des Arbeitskreises, dankte dem Beirat für dessen Einsatz für die Seniorinnen und Senioren der Krönchenstadt und betonte: "Gerade in Griechenland wird das Alter noch hochgeschätzt. Ich freue mich immer, wenn Ältere Menschen bei mir einkehren und ich sie mit Speis und Trank glücklich machen kann."


Feierten mit griechischem Wein den Abschluss einer zehnjährigen Arbeitsperiode. Die "AK II"-Mitglieder des Seniorenbeirates der Stadt Siegen mit  Hans Amely, Ursula Steuber, Waltraud Gottschalk, Dr. Jochen Münch, Ernst Göckus, Michael Horak, Dr. Horst Bach und Vassilius "Alexis" Ziogas (stehend von links) sowie  Christel Henke und Rotraud Ewert (sitzend von links).


Notfallausweise wieder verfügbar

06. Juli 2017



Der Seniorenbeirat der Universitätsstadt Siegen freut sich über das große Interesse der Bürger am Notfallausweis, der vor einigen Monaten mit Unterstützung der Sparkasse Siegen und der Siegener Zeitung ausgegeben worden ist.

 

Die 20.000 Stück des ersten Druckes waren sehr schnell vergriffen, so dass nun noch einmal 10.000 Exemplare nachgeliefert werden. Interessierte können sie in der Regiestelle "Leben im Alter"  im Rathaus Weidenau erhalten. Auch Apotheken, Arztpraxen, Sparkassen- und Siegener Zeitungs-Filialen u.a. können dort "Nachschub" anfordern.

 

Der Notfallausweis ist in lebensbedrohlichen Situationen eines Menschen, der verwirrt oder bewusstlos ist, eine große Hilfe für Rettungshelfer und hinzugezogene Ärzte, denn er enthält alle relevanten Daten zu Person und zu seiner Gesundheitssituation ( z.B. Hausarzt, Krankenkasse, zu informierende Angehörige, Patientenverfügung, Krankheiten und Dauermedikation ). Zudem ist das auf Ausweisgröße zusammengefaltete Dokument im Portmonnaie und in der Handtasche nach außen mitnehmbar. Ein zweiter Ausweis sollte daheim über der Eingangstür für das Rettungspersonal gut sichtbar platziert sein.

 

Auch wenn der Seniorenbeirat sich vorwiegend für die älteren Bürger einsetzt, hat die Vergabe des Notfallausweises keine Altersbeschränkung. Auch jüngeren Menschen, sogar Kindern, die an chronischen Krankheiten leiden und regelmäßig Medikamente einnehmen, kann er in akuten bedrohlichen Situationen eine große Hilfe sein.


20-jähriges Bestehen des Siegener Seniorenbeirates


angeregte Unterhaltung zwischen Seniorenbeiräten und Gästen

24. Juni 2017



Der Seniorenbeirat der Stadt Siegen feierte jetzt in festlichem Rahmen sein 20-jähriges Bestehen. Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach konnte aus diesem Anlass zahlreiche Mitglieder aus den bisherigen vier Wahlperioden in der Regiestelle Leben im Alter im Rathaus Weidenau begrüßen.

Sein Gruß galt auch der Verwaltung mit dem neuen Dezernenten André Schmidt und dem frischgekürten Seniorenbeauftragten Lars Dörr.

Horst Bach erinnerte in diesem Zusammenhang aber auch an Dörrs Vorgängerin Astrid E. Schneider, die den Seniorenbeirat seit seiner Gründung immer wieder mit innovativen Ideen bereichert habe, sowie den Gründungsvorsitzenden Hans Berner, den der Beirat Jahre später zu seinem Ehrenvorsitzenden ernannte.

 

Siegens stellv. Bürgermeister Jens Kamieth würdigte die vielfältige Arbeit des Gremiums, das sowohl soziale wie kommunalpolitische Schwerpunkte gesetzt und inzwischen im Leben der Krönchenstadt seinen festen und unverwechselbaren Platz gefunden habe.

Als Festredner konnte für die Veranstaltung kein Geringerer als Horst Fischer, der ehemalige Fachbereichsleiter für Jugend, Senioren und Soziales der Stadt Siegen, gewonnen werden. Unter dem Thema "Teilhabe Älterer im Wandel der Zeit" machte Horst Fischer mit sehr viel Sachkenntnis den Paradigmenwechsel deutlich, der sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten in der Seniorenarbeit abgezeichnet habe und in den Altenberichten der Bundesregierung widerspiegele. Hierbei gehe es nicht mehr nur um "Altenhilfe", das Abhalten von Kaffeestunden

und Bevormundung der Älteren, vielmehr müsse in einer modernen Gesellschaft jedem älteren Mitmenschen die volle Teilhabe am gesellschaftlichen, politischen und kulturellem Leben ermöglicht werden. Auf diesem Wege sei der Seniorenbeirat der Stadt Siegen mit seinen unterschiedlichen Projekten und politischen "Einmischungen" ein gutes Stück weit vorangekommen.

 

Besonders spannend wurde es sodann, als mit Helga Mücke und Helmut Plate ein Gründungsmitglied und ein "Mann der ersten Stunde" die Bühne betraten. Den "steinigen Weg" vor der Gründung zeichnete Helga Mücke in eindrucksvollen Worten auf. Die Stadt Siegen habe zunächst gar keinen Seniorenbeirat gewollt. Dafür sollte sich die Seniorenbeauftragte mit den unterschiedlichen Trägern von Altenarbeit in der Stadt Siegen beschäftigen. "Das ging überhaupt nicht, da haben wir heftig gegengesteuert", so die inzwischen 88-Jährige in gewohnt deutlicher und resoluter Sprache.

So konnte schließlich im Jahre 1997 die erste Seniorenbeiratswahl stattfinden, damals noch als Urwahl in verschiedenen Lokalitäten der insgesamt sechs Stadtbezirke. "Da wurde oftmals von den wenigen Anwesenden per Zuruf ein Beiratsmitglied in sein neues Amt gehievt."

„Da käme der Briefwahl mit einer hohen Wahlbeteiligung der rund 28.000  Siegener Seniorinnen und Senioren schon eine weitaus höhere Legitimation zu“, so Helmut Plate, der seit 1997 dem Beirat in ununterbrochener Folge als Mitglied angehört.

Helmut Plate konnte an zahlreichen Beispielen deutlich machen (u.a. eine erfolgreiche Aktion gegen das wilde Plakatieren in der Stadt), wie der Seniorenbeirat auf kurzem Dienstwege nachhaltige Verbesserungen im öffentlichen Bereich bewerkstelligen könne.

 

Anschließend gab Ernst Göckus, Pressesprecher des Vorstandes, einen Überblick über die wichtigsten Aktivitäten des Beirats in der nun zu Ende gehenden Wahlperiode. Als Sprecher des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen, dankte Ernst Göckus besonders auch Michael Horak und Klaus Leukel  für die Herausgabe der informativen Sportbroschüre sowie Hans Amely für seine große Ausdauer bei der Begleitung der PC-Kurse am Weidenauer Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium.

Glückwünsche und Geschenke überbrachten auch die Vorsitzenden der beiden befreundeten Seniorenbeiräte Kreuztal und Freudenberg, Fritz Großmann und Edith Holzapfel.

Das Schlusswort sprach die stellv. Beiratsvorsitzende Dr. Maria Czell, die als verantwortliche Mitherausgeberin des Notfallausweises noch einmal auf die mit weiteren 10.000 Exemplaren neugedruckte 2.Auflage dieses wichtigen Dokumentes hinwies.

Abgeholt werden könnten diese bei Bedarf in der Regiestelle Leben im Alter im Rathaus Weidenau.

 

Musikalisch ansprechend umrahmt wurde der Festakt durch das inzwischen preisgekrönte Trompetenquartett der Fritz-Busch Musikschule der Universitätsstadt Siegen.


4. Hammerhütter Quartiersgespräch

6. Juni 2017



Mit den Themen Quartiersentwicklung und Seniorenbeiratswahl befasste sich das 4.Hammerhütter Quartiersgespräch, das der Seniorenbeirat der Stadt Siegen im Veranstaltungsraum der AWO-Werkstätten am Effertsufer durchführte.

Dabei erfuhren die zahlreich erschienenen älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger alles Wissenswerte über die aktuellen Entwicklungen rund um das Wohngebiet Hammerhütte.

 

Isabel Briese, Leiterin der AG Stadtplanung, und ihr Mitarbeiter Patrick Kobusinski berichteten zunächst recht anschaulich über die bereits abgeschlossenen bzw. im Bau befindlichen Projekte im Kerngebiet. Dabei fanden vor allem der neue Hotelkomplex und das aufgewertete Umfeld allgemeine Zustimmung. Hinsichtlich der verbesserten Parksituation im gesamten Wohngebiet monierten einige Besucher gleichwohl die noch zu oft vorkommenden(ungeahndeten) Verstöße  gegen die neuen Regelungen. Auch die vielerorts zu schmalen Bürgersteige kamen erneut zur Sprache. Leider sei eine Barrierefreiheit in dem teils alten Wohnungsbestand nicht immer zu erreichen, hieß es.  Auch seien die älteren Bürgerinnen und Bürger bei der Beantragung von insbesondere mit Darlehen verbundenen Fördermitteln sehr zurückhaltend.

 

Thomas Daschner, Leiter der AG Stadtentwicklung, erläuterte  anschließend weitere Einzelheiten zum Stadtentwicklungsprogramm der Krönchenstadt.  Bekanntlich ist seit einiger Zeit die von Eckhard Weidt geleitete Abteilung Stadtentwicklung und Stadtplanung in zwei entsprechende Arbeitsgruppen unterteilt. Wie immer bei den Quartiersgesprächen, wurden auch diesmal die Anregungen aus der Bürgerschaft von den städtischen Bediensteten mit ins Rathaus genommen.

Fragen der Gesprächsteilnehmer gab es schließlich auch zur Beiratswahl, wo die Briefwahlunterlagen manchen betagteren Mitmenschen offensichtlich doch einiges Kopfzerbrechen bereiteten.

Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach empfahl in diesem Zusammenhang den Seniorinnen und Senioren, bei auftretenden Problemen doch auch jüngere Menschen aus ihrem Umfeld zu Rat zu ziehen. Das würde nicht zuletzt dem Arbeitsschwerpunkt "Jung und Alt" des Seniorenbeirates entsprechen. 


4. Hammerhütter Quartiersgespräch

23. Mai 2017



Zum 4.Quartiersgespräch lädt der Seniorenbeirat der Universitätsstadt Siegen die über 60 Jahre alten Mitbürgerinnen und Mitbürger des Wohnbezirks Hammerhütte ein.

Die Veranstaltung findet am kommenden

Mittwoch, 31.Mai, ab 16.30 Uhr

im Speiseraum der AWo-Werkstatt, Siegener Technikservice, Effertsufer 60 statt.

Damit kommt der Beirat erneut dem Wunsch der im Quartier lebenden Seniorinnen und Senioren nach, den diese bereits bei Beginn der Quartiersgespräche im Frühjahr 2015 an gleicher Stelle geäußert hatten. Auch diesmal wird wieder die Verwaltung der Krönchenstadt  mit von der Partie sein. Frau Isabel Briese, Abteilungsleiterin Stadtplanung, und Herr Patrick Kobusinski von der städtischen Bauleitplanung werden über die Bauprojekte rund um "Kochs Ecke" berichten und die Vorschläge der Gesprächsteilnehmer für eine weitere Verbesserung der Wohnqualität im Quartier entgegennehmen.

Hier wollen Isabel Briese und Patrick Kobusinski über die für diesen Bereich vorgesehen Planungen informieren.

Auch über die anstehende Seniorenbeiratswahl soll informiert werden.


Barrierefreies und finanzierbares Bauen und Wohnen in Siegen

17. Mai 2017



Der Seniorenbeirat der Stadt Siegen befasste sich in seiner jüngsten Sitzung im Beisein der Kolleginnen und Kollegen aus der Partnerstadt Plauen

mit dem Thema "Barrierefreies und finanzierbares Bauen und Wohnen in Siegen".

 

Dabei wurde insbesondere der Frage nachgegangen

"Was geschieht nach dem Abriss des Löhrtorbades in Siegen und einem möglichen Verkauf des ELIH-Geländes in Geisweid?"

 

Nachdem Beiratsmitglied Dr. Jochen Münch (beratendes Mitglied im Bauausschuss) und Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach (beratendes Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss) einen Sachstandsbericht zu dem jeweiligen Themenbereich abgegeben hatten, diskutierte das Plenum intensiv über seniorenfreundliche Bau- und Wohnperspektiven in der Krönchenstadt.

 

Der Beirat schlägt einstimmig für den Fall eines Abrisses des Löhrtorbades und eines Verkaufs des ELIH-Geländes an den Discounter ALDI eine bezahlbare, barrierefreie und seniorengerecht Bebauung an diesen "städtischen Filetstücken" vor.

Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach verwies in diesem Zusammenhang auf ähnliche Planungen, die es bereits in der Vergangenheit gegeben habe. Bei einer Größe von ca. 4.500 qm, so Dr. Münch, wäre am Löhrtor eine Bebauung von kleineren senioren- und behindertengerechten Wohnungen möglich.

Ein Erwerb dieses Grundstücks sei auch für größere Bauträger und Firmen interessant. Aus diesem Grunde sollte die Stadt Siegen, so der Beirat, beim Verkauf des Grundstücks eine Auflage für den sozialen Wohnungsbau festlegen .Im Augenblick sei das zwar alles noch "Zukunftsmusik", so Vorsitzender Dr. Horst Bach, doch gelte es rechtzeitig diese Perspektiven für eine seniorenfreundliche Stadtplanung aufzuzeigen.


Quartiersentwicklung

11. April 2017

Die Stadt Siegen wird in diesem Jahr keine finanziellen Mittel aus den vom Land Nordrhein-Westfalen für die Entwicklung altengerechter Quartiere  bereitgestellten 4,3 Millionen Euro anfordern. Das teilte jetzt der zuständige Dezernent André Schmidt dem Seniorenbeirat der Stadt Siegen mit.

Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach hatte in einer Anfrage zur jüngsten Beiratssitzung nach den städtischen Plänen für die Entwicklung altengerechter Quartiere sowie der Einstellung eines Quartiersmanagers bzw. einer Quartiersmanagerin gefragt. Wie es in der Antwort auf die Anfrage hieß, ist die Quartiersentwicklung eine der wesentlichen Aufgaben zur Bewältigung des demografischen Wandels in Siegen. Die Beantragung von entsprechenden Fördermitteln für die Stadt Siegen als kreisangehörige Stadt sei aber nur über den Kreis Siegen-Wittgenstein möglich. Hier würden die Anträge gesammelt und über die Antragstellung entschieden.

Je Kreis kann nur ein Antrag gestellt werden. Zu wenig, wie der Seniorenbeirat befand. Da über das Programm nur eine halbe Vollzeitstelle gefördert, die weitere halbe Stelle bis zu einer Vollzeitstelle aber durch die Kommune über eine Neueinstellung bzw. als zusätzliche Aufgabe nachgewiesen werden muss, hat die  Stadt Siegen  mit Blick auf die Haushaltskonsolidisierung und das Haushaltssicherungskonzept mit den beschlossenen Vorgaben zur Reduzierung der Personalkosten bereits im Jahre 2015 beschlossen, sich an dem Förderprogramm nicht zu beteiligen. Das gelte auch in diesem Jahr. 

Die Quartiersentwicklung könne zudem nur in sukzessiven kleinen Schritten und nicht sofort in allen Stadtteilen erfolgen, hieß es weiter in der Beantwortung der Anfrage. Auch die Einstellung eines vom Seniorenbeirat geforderten Quartiersmanagers sei nicht vorgesehen. Dabei wurde darauf verwiesen, dass bereits Stadtteil-/Quartiersmanager für den Fischbacherberg und den Heidenberg eingestellt sind. Zudem habe die Stadt Siegen den Antrag des AWO-Seniorenzentrums  für ein Quartiersprojekt und eine Quartiersmanagerin unterstützt und begleitet dieses Projekt durch die Sozialplanung ebenso wie durch die Stadtentwicklung u.a. in der Steuergruppe. Weitere Quartiersmanager seien derzeit nicht geplant.

Gleichwohl wird der Seniorenbeirat auch weiterhin der Quartiersentwicklung als wichtigem Thema auf seiner Agenda einen hohen Stellenwert beimessen. Wie der Beiratsvorsitzende Dr. Hors Bach mitteilte, soll noch in dieser Wahlperiode das 4.Hammerhütter Quartiersgespräch stattfinden, bei dem die Verwaltung der Krönchenstadt über den aktuellen Planungs- und Entwicklungsstand in dem stadtnahen Viertel informieren wird. 


Alt und Jung Hand in Hand

06. April 2017

 



Dieses zentrale Anliegen des Siegener Seniorenbeirates fand wiederum eine erfreuliche praktische Umsetzung.

Bei einem Spaziergang durch die Numbach sprach Beiratsmitglied Helmut Plate den Lehrer Ritzer von der dortigen Johanna-Ruß-Schule auf eine mögliche Frühjahrs-Müllaktion an. Der Pädagoge zeigte sich sofort mit seinen Schülern von der Idee angetan. Kurz darauf gab es nun einen großen Müllsammeltag. Ausgerüstet mit Plastiksäcken und Greifzangen gingen die Schüler mit Begeisterung ans Werk.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen (siehe Foto). Vom Minigolfplatz an der Alche bis hin zur Numbach wurden alle Wegeränder vom Unrat befreit und dieser Müll der Stadtreinigung übergeben.

Dies ist erneut ein schönes Beispiel für die Zusammenarbeit von Jung und Alt zum Wohle aller.


Präventionstipp für Seniorinnen und Senioren

14. März 2017

 

Wenn Sie selbst angerufen werden:

 

1. Bei einem Anruf der Polizei erscheint nie die Notrufnummer 110 in Ihrem Telefondisplay.

 

2. Gibt sich der Anrufer als Polizeibeamter/-beamtin aus, lassen Sie sich den Namen nennen und rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde an. Vergewissern Sie sich, ob es diesen Polizeibeamten/diese Polizeibeamtin gibt und wie er/sie erreichbar ist.

 

3. Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.

 

4. Öffnen Sie unbekannten Personen niemals die Tür oder ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.

 

5. Übergeben Sie unbekannten Personen niemals Geld oder Wertsachen. Auch nicht Boten oder angeblichen Mitarbeitern der Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.

 

6. Falls Sie unter der Rufnummer 110 mit einer Vorwahlnummer angerufen werden, legen Sie auf und wählen Sie selbst die 110. Schildern Sie den Sachverhalt der Polizei.

 

7. Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige.


Opferschutz für Seniorinnen und Senioren - Was ist zu tun

14. März 2017

"Opferschutz für Seniorinnen und Senioren - Was ist zu tun?" war das Thema, zu dem NRW-Justizminister Thomas Kutschaty zahlreiche Experten sowie die Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und Verbände nach Düsseldorf eingeladen hatte.

Zu den Teilnehmern der Fachtagung gehörten neben Staatsanwälten, Richtern, Rechtswissenschaftlern, Kriminalbeamten und Psychologen auch der Vorstand der Landesseniorenvertretung (LSV) des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Siegener Seniorenbeiratsvorsitzende Dr. Horst Bach.

Gerade den Seniorenvertretungen komme in der Sicherheitsberatung für ältere Menschen eine besondere Bedeutung zu, so der Minister. Der Seniorenbeirat der Stadt Siegen hat für diese Thematik bekanntlich einen eigenen Arbeitskreis eingerichtet.

 

Justizminister Thomas Kutschaty machte in seinen Begrüßungsworten gleich deutlich, dass der demographische Wandel auch eine verstärkte Hinwendung zu den Opfern von Straftaten gegenüber Senioren nötig mache. Dabei gelte es zwischen einer "gefühlten" und einer "gemessenen" Sicherheit der älteren Bevölkerung zu unterscheiden. Es seien zwar "nur" 6 Prozent der Straftatenopfer Senioren, doch ein weit höherer Prozentsatz dieser Gruppe fühle sich durch die mediale Berichterstattung inzwischen stark verunsichert. Staatsminister a.D. Professor Jochen Dieckmann, Justizminister bzw. Finanzminister in den Regierungen der ehemaligen NRW-Ministerpräsidenten Wolfgang Clement und Peer Steinbrück, berichtete als Vorsitzender des Landespräventionsrates NRW, dass heute eher der arme als der reiche Mensch Opfer werde. So würden gutgläubige Senioren durch immer perfidere Methoden nicht selten ihres gesamten Vermögens beraubt. 42,2 % aller Straftaten gegenüber Senioren mache allein der Handtaschenraub aus.

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Die in der heutigen Mediengesellschaft sehr zeitnahe und umfangreiche Berichterstattung über Straftaten erreicht viele ältere Menschen unverhofft. Sie sind erschrocken und betroffen von derartigen Meldungen. Und schließlich kam auch ein ganz aktuelles Thema zur Sprache: Falsche Polizeibeamte am Telefon. Die falschen Polizeibeamten schildern z.B. die Festnahme ausländischer Einbruchsbanden, bei denen Listen möglicher Einbruchsopfer gefunden wurden. Sie fordern die Opfer auf, Wertgegenstände und Bargeld "vorübergehend" und nur zum Schutz an einen vermeintlichen Kollegen zu übergeben. Sie geben den Opfern zudem vor, dass diese zur Mithilfe verpflichtet seien, um die "Täter" festnehmen zu können.  Über ausländische Telefonanbieter sind die Täter in der Lage, jede beliebige Rufnummer im Display des Angerufenen einzublenden.

Auch die sog. "Enkeltricks" würden überwiegend aus dem osteuropäischen Ausland, u.a. Polen und Rumänien, gesteuert.

 

Der Seniorenbeirat der Stadt Siegen wird in Zukunft weiterhin gerade den Themen "Sicherheit für Senioren" und "Opferschutz für Senioren" eine besondere Bedeutung beimessen. 


Diskutierten in Düsseldorf gemeinsam über Opferschutz für Seniorinnen und Senioren (im Bild von links): Jürgen Jentsch und Dr. Helmut Freund (beide Vorstand der Landesseniorenvertretung-LSV NRW), Staatsminister a.D. Prof. Jochen Dieckmann (Vorsitzender des Landespräventionsrats NRW) sowie Dr. Horst Bach (Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Siegen).


Personenaufzug im Bahnhof Weidenau

06. März 2017

 

Seniorenbeirat sieht Missachtung von Inklusion und Barrierefreiheit

"Konzertierte Aktion" der Politik gefordert

 

 

Der Seniorenbeirat der Stadt Siegen will sich nicht mit dem derzeitigen Zustand rund um den Personenaufzugs im Bahnhof Weidenau abfinden Das hat das Gremium in einer Grundsatzentscheidung beschlossen.

Jetzt hat sich der Beirat in einem vom Vorsitzenden Dr. Horst Bach und dem zuständigen Arbeitskreissprecher Helmut Plate unterzeichneten Schreiben an alle wichtigen Mandatsträger von der kommunalen bis zur bundespolitischen Ebene gewandt, um hier endlich in einer gemeinsamen "Aktion des guten Willens" doch noch möglichst bald eine bürgerfreundliche Lösung des Problems zu finden.

 

Neben Siegens Bürgermeister Steffen Mues, Landrat Andreas Müller sowie den heimischen Bundestags- und Landtagsabgeordneten haben auch die NRW-Landesminister Michael Groschek und Barbara Steffens das Schreiben erhalten, in dem auf die skandalöse Aufzugssituation im Bahnhof Weidenau hingewiesen wird.

 

Auch die Landesseniorenvertretung (LSV) in Münster wurde um tatkräftige Unterstützung gebeten.

In dem gleichlautenden Schreiben heißt es u.a.: "Seit nunmehr 15 Jahren bemüht sich der Seniorenbeirat der Stadt Siegen um einen barrierefreien und inklusiven Zugang zu dem im Eingangsbereich des Bahnhofes Weidenau angebrachten Personenaufzug - bisher leider vergeblich. Wir möchten Sie daher bitten, sich mit Nachdruck und im Interesse aller den Bahnhof Weidenau aufsuchenden Bürgerinnen und Bürger der unhaltbaren und skandalösen Situation im Bahnhofsgebäude Weidenau anzunehmen. Bitte wirken Sie mit ihren Möglichkeiten daran mit, dass hier im Sinne aller Beteiligten schnellstmöglich Abhilfe geschaffen und die dringend notwendige Barrierefreiheit für alle hergestellt wird.

Eine wie auch immer geartete Zweckbindungsfrist der hier eingesetzten Steuergelder kann nach Meinung des Seniorenbeirates nicht Vorrang vor den Persönlichkeitsrechten des einzelnen Menschen haben."


Seniorenbeiratswahlen und Aktuelles

27. Februar 2017

 

Zur jüngsten Sitzung des Seniorenbeirates der Stadt Siegen konnte Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach ein rundes Dutzend Gäste auf der Zuhörertribüne des großen Sitzungssaales im Geisweider Rathaus begrüßen, die eine Kandidatur für die bevorstehende Neuwahl des Seniorenbeirates erwägen. Die wird bekanntlich in der Zeit vom

 

1. Juni 2017 bis 5.Juli 2017 (letzter Termin der Stimmabgabe)

 

als Briefwahl durchgeführt.

Dr. Horst Bach machte in diesem Zusammenhang noch einmal allen über 60-Jährigen in der Krönchenstadt Mut, sich für eine Mitarbeit im Seniorenbeirat zu engagieren. Von der Vielfalt der Aufgaben im Beirat konnten sich die Zuhörer sodann bei den Berichten überzeugen, die Vorstand und Arbeitskreise im Laufe der Sitzung abgaben. Auch die beratende Mitwirkung der Beiratsmitglieder in den verschiedenen Ausschüssen der Stadt Siegen kam zur Sprache. Hier wurde deutlich, dass dem Seniorenbeirat neben seiner sozialen Funktion auch eine wichtige kommunalpoltische Bedeutung im Vorfeld der Ratsentscheidungen zukommt.

Er wies auf die  am Donnerstag, den

 

23.März 2017, Beginn 17 Uhr, im Rathaus Weidenau

 

stattfindende Informationsveranstaltung zur Seniorenbeiratswahl 2017 hin. Hier könnten Interessierte weitere Einzelheiten über die Arbeit des Seniorenbeirates sowie über die Voraussetzungen für eine Kandidatur erfahren. 

 

Ausführlich beantwortete die Verwaltung eine Anfrage von Vorstandsmitglied Hans Amely bzgl. des Winterdienstes der Stadt Siegen. Hierzu wurde mitgeteilt, dass die zuständige Arbeitsgruppe der Stadtreinigung Anlieger sofort anschreibt, sobald diese ihrer Schneeräumungspflicht nicht nachkommen. Ordnungswidrigkeitsverfahren und Bußgeld (gem. Satzung bis 500,00 €) seien die nächsten Schritte. Bei Gefahr im Verzuge schreite die Arbeitsgruppe aber auch selbst ein. Auch die gefahrlose Nutzung der Haltestellen des ÖPNV für alle Nutzer sei in der Straßenreinigungs- und Gebührensatzung eindeutig geregelt. Gleichwohl sei die Verwaltung aber auch auf Hinweise der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Auch hier komme gerade den Beiratsmitgliedern in den verschiedenen Bezirken eine wichtige Hilfs- und Unterstützungsfunktion für die älteren Mitmenschen zu, so Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach.


Neuwahlen des Seniorenbeirates im Jahre 2017

07. August 2016

Im Jahr 2017 steht die Neuwahl des Seniorenbeirates der Universitätsstadt Siegen an. Plenum und Vorstand des Gremiums befassten sich daher zuletzt

intensiv mit einer Stellungnahme der Landesseniorenvertretung (LSV) zum vor kurzem eingebrachten Gesetzentwurf zur Änderung der Gemeindeordnung (GO) des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Entwurf, der unter anderem den Einbezug von Seniorenvertretungen und Behindertenvertretungen zum Inhalt hat, geht nun in die Ausschüsse zur Beratung. Schon seit langem fordert der Seniorenbeirat der Stadt Siegen die Einbeziehung der Seniorenvertretungen  in die Gemeindeordnung. Mehrfach wurden entsprechende Anträge bei den LSV-Mitgliederversammlungen gestellt. Auch die im Landtag vertretenen Parteien wurden seitens des Siegener Seniorenbeirates um Unterstützung dieses Anliegens gebeten. Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach verwies in diesem Zusammenhang auf den Koalitionsvertrag der amtierenden Landesregierung, der auch die Einbeziehung der Seniorenbeiräte in die Gemeindeordnung zum Thema hat. Leider sei in der Vergangenheit in dieser Richtung aber gar nichts geschehen, so Horst Bach. Auch der jetzige Gesetzentwurf, der erstmals die Erwähnung kommunaler Seniorenvertretungen vorsieht, geht sowohl der Landesseniorenvertretung wie auch dem Siegener Seniorenbeirat nicht weit genug. Gleichwohl wird der erste Schritt in Richtung einer stärkeren politischen Teilhabe  der Senioren am kommunalen Geschehen begrüßt. Allerdings müssen weitere Schritte folgen, damit die Seniorenbeiräte verbindlich in den Kommunen mitwirken können. Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach bezeichnete dabei die in der Vergangenheit per Briefwahl durchgeführte Seniorenbeiratswahl in der  Stadt Siegen als vorbildlich und richtungsweisend. So komme der gesamten Arbeit des Seniorenbeirates  als "Sprachrohr der älteren Generation" eine besondere Legitimität, aber auch eine klare Verpflichtung für die rund 30.000 älteren Menschen in der Universitätsstadt Siegen zu. Seniorenbeauftragte seien übrigens keine Alternative zu Seniorenvertretungen, ließ gleichzeitig die Landesseniorenvertretung in ihrer Stellungnahme verlauten. -

Auch mit einem der meist gehörten Argumente gegen die Errichtung einer Seniorenvertretung befasste sich der Siegener Seniorenbeirat in seiner letzten Sitzung. Demnach brauche man keine spezielle Vertretung für Ältere, da unter den Ratsmitgliedern genügend Lebenserfahrene seien, die immer auch die besonderen Bedürfnisse von Senioren im Blick haben. Solchem Ansinnen widersprachen die Siegener Beiratsmitglieder vehement mit vielfältigen Argumenten. Ältere Politikerinnen und Politiker scheinen die typischen Altersthemen eher zu meiden, da sie unabhängig von ihren Lebensaltern grundsätzlich den Interessen aller Menschen in der Kommune verpflichtet sind, hieß es aus dem Siegener Seniorenbeirat. Umso wichtiger sei die Einrichtung von politisch unabhängigen Seniorenvertretungen, die auch in der Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen fest verankert sein müssten.


Erfolgreiches Zeitzeugenprojekt an der Realschule am Oberen Schloss

20. Juni 2016

Mitglieder des Siegener Seniorenbeirates vermittelten Geschichte hautnah.

 

Der Musikraum der Schule ist nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt. Gespannt blicken rund 90 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 nach vorne, als Dr. Maria Czell, Helmut Plate und Ernst Göckus auf dem Podium Platz nehmen. Flucht und Vertreibung, Stunde Null, Wiederaufbau sowie Kalter Krieg sind die Themen. Diese waren im Geschichtsunterricht von Frau  Kalliopi Pelteki und Herrn  Burkhard Leidig vorab erarbeitet worden , und ein umfassender  gehaltvoller  Fragenkatalog wurde erstellt.

Dr. Maria Czell, in Siebenbürgen geboren, kann sich noch lebhaft  an viele leidvolle Geschehnisse erinnern. „Wir mussten Haus und Hof Hals über Kopf verlassen, die NS-Propaganda wollte uns einreden, dass wir bald wieder zurückkommen würden. Daran jedoch glaubte schon nach kurzer Zeit niemand mehr.“ Viele Bilder aus Flucht und Vertreibung haben sich bei ihr nachhaltig eingeprägt. „Nach über zwei Wochen voller Strapazen wurden wir kurzfristig von hilfreichen Menschen aufgenommen, es gab warme Milch mit Honig, wir konnten ein Bad benutzen, unsere Kleidung in Ordnung bringen und schliefen sogar in einem sauberen Bett. Das war für mich das Himmelreich.“  Die Hölle lag aber auch dicht daneben. Übernachtungen in einem Rinderstall, wo sie als Flüchtlinge panikhaft versuchten, sich vor den Tritten der Tiere in Sicherheit zu bringen. „Wir litten ständig unter quälendem Hunger, Zwieback gab es nur für Kinder bis zu 2 Jahren“, weiß sich die damals Vierjährige zu erinnern. Die Angst, zwischen den  militärischen Fronten in eine Falle zu geraten, nahm immer mehr zu. Luftangriffe durch die Rote Armee verdichteten sich, oft mussten sie in Getreidefeldern in Deckung gehen, stets in der Gefahr, bei geringsten Bewegungen von oben erkannt zu werden. „Ein Mann wurde erschossen, als er die Zugtiere füttern wollte, und eine Frau nahm sich aus Verzweiflung das Leben… Die Aufnahme in Oberösterreich war anfangs alles andere als freundlich. Die Zuweisung in Wohnquartiere bei den umliegenden Bauern erfolgte nicht selten unter Polizeischutz, da niemand freiwillig Räumlichkeiten zur Verfügung stellen wollte. Die aufnehmenden Osterreicher waren zwar häufig gehässig und abweisend zu uns, es kam allerdings nie zu Gewalttaten. Die Kinder hatten immer noch die geringsten Berührungsängste, und allmählich verbesserte sich das Verhältnis zu den Einheimischen. Im Gegensatz zu heute lag der Vorteil für sämtliche Beteiligten allerdings auch in der gemeinsamen Sprache. Mehrfach hat Maria Czell ihre alte Heimat besucht, es hat sich jedoch viel verändert.

 

Helmut Plate war gerade 9 Jahre alt, als er das Kriegsende in der Siegener Numbach erlebte. Unmittelbar vor dem Zusammenbruch verbrachte er 14 Tage im Stollen. Sein Großvater hatte noch trotz herannahender Flieger die Ziege füttern wollen. Als es dann Fliegerentwarnung gab, fanden sie ihn tot. Das Haus war dem Erdboden gleich gemacht. Eindrucksvoll veranschaulichte Helmut Plate den Gegensatz zwischen einer idyllischen Postkarte aus der Vorkriegszeit und den Trümmerfeldern in der Numbach bei Kriegsende. „Das Wichtigste für uns war Essen, etwas zum Anziehen und wieder ein Dach über dem Kopf. Aus alten Wehrmachtsbeständen wurden Mäntel, Jacken und Hosen gefertigt, und ich ging regelmäßig in alten Holzpantinen zur Kirche und zur Schule. Nachmittags wurden am Bertramsplatz Ziegelsteine geputzt, welche mein Vater dann per Handwagen zur Numbach transportierte. Holz wurde aus dem Wald geholt und als Baumaterial verarbeitet. Zu Weihnachten 1945 hatten wir dann wieder ein gemeinsames Dach über dem Kopf.“ Not macht erfinderisch, dies belegte der Zeitzeuge anhand selbst gefertigter Metallgefäße und Essgeräte. Einige Ziegen, ein Schwein und später eine Kuh sicherten das Überleben in den folgenden Hungerwintern, und schließlich konnten wieder in bescheidenem Maße Getreide und Kartoffeln angebaut werden. „Not schweißt zusammen, wir hatten alle die gleichen Sorgen“, so brachte Helmut Plate das damalige Miteinander auf den Punkt.

 

Das persönliche Erleben des Kalten Krieges wurde wie bereits bei früheren Zeitzeugenprojekten anhand der Ereignisse des 17. Juni, des Mauerbaus, der Kuba-Krise, aber auch anhand des Vietnamkrieges verdeutlicht. Die Sinnlosigkeit jeglichen Krieges geriet damit noch einmal nachdrücklich in den Wahrnehmungshorizont der Schüler. Erweiternd hinzu kamen noch persönliche Erlebnisse eines Zeitzeugen aus seiner damaligen Bundeswehrzeit, insbesondere strenge Bereitschaftsdienste an Wochenenden und Feiertagen, Alarmübungen  sowie scharfe Sicherheitsvorkehrungen. Auch subtile Strategien des verdeckten Kampfes, wie Tatsachen verdrehende Propaganda,  gezielte Provokationen  sowie Einschüchterungs- und Zermürbungstaktiken wurden anhand von Beispielen veranschaulicht.

 

 In der anschließenden lebhaften Diskussion bewiesen die vielfältigen Beiträge der Schülerinnen und Schüler  tiefe persönliche Betroffenheit, hohes Problembewusstsein und engagierte Beteiligung.

 

Auch andere Schulen werden ausdrücklich ermutigt, von diesem Angebot des Siegener Seniorenbeirates Gebrauch zu machen. Es steht inzwischen ein beträchtlicher Katalog zeitgeschichtlicher Themen bereit.

 

Nähere Auskünfte: Regiestelle Leben im Alter, Telefon 404-2220.



Gespannt und aufmerksam verfolgen die Schülerinnen und Schüler die Zeitzeugenberichte

von Helmut Plate,  (li.) Dr. Maria Czell und Ernst Göckus

Siegener Seniorenbeirat plant Notfallausweis - "Wie einst im Mai" jetzt im Juni

14. Juni 2016

Einen Notfallausweis soll es demnächst für die ältere Bevölkerung der Krönchenstadt geben. Diesen Antrag der stellv. Beiratsvorsitzenden Dr. Maria Czell beschloss jetzt der Seniorenbeirat der Universitätsstadt Siegen einstimmig auf seiner jüngsten Sitzung im Geisweider Rathaus. Damit beantragte er gleichzeitig die politische, finanzielle und organisatorische Unterstützung des Projektes durch Rat und Verwaltung der Stadt Siegen. Ein solches Dokument, welches sich bereits in vielen Städten bewährt hat, stellt sicher, dass bei ärztlichen Notfällen unverzüglich die richtige Hilfe organisiert werden kann. Dieser Ausweis beinhaltet alle medizinisch bedeutsamen Daten und kann im Notfall vom Rettungsdienst und behandelndem Arzt eingesehen werden. Damit ist es möglich, sich bereits am Unfallort oder am Bett eines bewusstlosen oder verwirrten Patienten ein Bild über die gesundheitliche Situation des Kranken zu machen. Ein Notfallausweis stellt damit eine lebensrettende Maßnahme dar und sollte möglichst schnell eingeführt werden, so Dr. Maria Czell. - Erfreut nahmen die Beiratsmitglieder zur Kenntnis, dass auch in diesem Jahr wieder zwei von der Stadt Siegen durchgeführte Sonderveranstaltungen für Senioren stattfinden. Nachdem es hier zuletzt einige organisatorische Probleme gab und einige der sonst üblichen Veranstaltungen ausfielen bzw. noch nicht durchgeführt wurden, hatte sich Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach mit einer entsprechenden Anfrage an Bürgermeister Steffen Mues gewandt und auf die Bedeutung dieser Veranstaltung für die älteren Menschen der Krönchenstadt hingewiesen. Wie aus der Antwort hervorging, findet nunmehr die Veranstaltung "Wie einst im Mai" am 27.Juni im Gläsersaal statt. Auch für die geliebte Veranstaltung "Goldener Herbst" in der Weidenauer Bismarckhalle erfolgte seitens der Stadt eine feste Zusage. - Im weiteren Verlauf der Beiratssitzung referierte Birgit Rabanus, Vorsitzende des Beirates der Menschen mit Behinderung in der Stadt Siegen, über das Thema "Leichte Sprache". Sie stellte ein neues in leichter Sprache verfasstes Faltblatt vor. Leichte Sprache bedeutet  bessere Verständlichkeit etwa durch einfachere Sätze und Wortwahl, ohne dass dadurch der Inhalt des Textes verkürzt oder verfälscht wird. Die Mitglieder des Seniorenbeirates begrüßten dieses Projekt und gaben noch einige Anregungen dazu.