Klausurtagung 2018

29. April 2018



Sicherheit für Ältere in einer sozialen Stadt. So lautete das Thema einer zweitägigen Klausurtagung, die der Seniorenbeirat der Universitätsstadt Siegen im Haus Herbstzeitlos durchführte. Dabei wurde gleich zu Beginn der Bezug zu den Klausurtagungen der beiden vergangenen Legislaturperioden herausgestellt, wo es um die Quartiersentwicklung und die für ältere Menschen so wichtigen sozialen Netzwerke in der Stadt Siegen ging.

Zur Einführung in die Tagungsthematik wies Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach auf das große Sicherheitsbedürfnis älterer Menschen in der Krönchenstadt hin, die ihre letzte Lebensphase nach Möglichkeit nicht im Heim sondern am liebsten in der eigenen Wohnung und im bekannten Wohnumfeld verbringen möchten. Durch ständige Pressemitteilungen über Einbrüche, Enkeltricks und Eigentumsdelikte, wo Seniorinnen und Senioren nicht selten um ihr gesamtes Vermögen gebracht werden, würde das Sicherheitsempfinden insbesondere von Seniorinnen und Senioren auch hierzulande  empfindlich gestört. Hier sei neben der Verwaltung, die bekanntlich gerade ihr Sicherheitskonzept 2018 in die politischen Ausschüsse einbringen, auch der Seniorenbeirat gefordert.

In einem Kurzvortrag zeigte sodann Siegens Seniorenbeauftragter Lars Dörr als Moderator der Klausurtagung die Möglichkeiten auf, die sich dem Seniorenbeirat durch Anfragen und Antragstellungen im Rahmen seiner Plenumsssitzungen bieten. Unter dem Thema "Was wollen wir erreichen?" sammelten die Beiratsmitglieder sodann zahlreiche Vorschläge für ihre Agenda 2022. Diese sollen nun in naher Zukunft in Vorstand und Arbeitskreisen weiter diskutiert und schließlich dem Plenum als fertiges Konzept zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt werden.

 

Insbesondere für die zu Beginn der Wahlperiode neu hinzugekommenen Beiratsmitglieder erläuterte Lars Dörr die Richtlinien und die Geschäftsordnung des Seniorenbeirates. Vorschläge für Änderungen der Wahlordnung wie eine Neuregelung der Vertretungsmandate in den Bezirken sowie die Anregung einer gemeinsamen Kandidatenliste für das gesamte Stadtgebiet sollen rechtzeitig vor der nächsten Wahlperiode von der Verwaltung geprüft werden.

 

Am Nachmittag des ersten Tages standen sodann "Aktuelle Kriminalitätsphänomene zum Nachteil von Senioren" auf der Tagesordnung. Hierzu referierte Kriminalhauptkommisarin Susanne Otto von der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein. Unter der Gesprächsleitung der stellv. Beiratsvorsitzenden Dr. Maria Czell berichten die Beiratsmitglieder über ihre Erfahrungen im persönlichen Bereich aber auch im eigenen Wohnbezirk.

 

Wie wichtig gerade das Sicherheitsbedürfnis älterer Menschen rund um das eigene Haus ist, das machte am zweiten Klausurtag Beiratsmitglied Helmut Plate als fachkundiger Referent in eindrucksvoller Art und Weise deutlich. Helmut Plate, der gemeinsam mit Beiratsmitglied Armin Maxeiner vor wenigen Wochen im Rahmen des Projektes "Senioren helfen Senioren" das Zertifikat als Seniorenberater für Sicherheit erworben hat, stellte mittels zahlreicher Gegenstände und "Handreichungen" recht anschaulich dar, wie sich ältere Menschen im eigenen Haus bzw. in der eigenen Wohnung vorbeugend vor Einbrüchen und Überfällen schützen können. Bei der Zusammenfassung der Tagungsergebnisse regte Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach eine ausführliche Erläuterung und Diskussion des städtischen Sicherheitskonzeptes 2018 in einer der nächsten Plenumssitzungen an. Schließlich ginge es hier im Sinne der älteren Bevölkerung um die politische Teilhabe des Seniorenbeirates an den Beschlüssen des Rates der Stadt Siegen.


Am Ende der Klausurtagung präsentierten die Mitglieder des Siegener Seniorenbeirates ihre Arbeitsergebnisse auf einer Schautafel.


















Seniorenbeirat trifft Nobelpreisträger

24. April 2018



Beim Empfang des Weidenauer Fürst-Johann-Moritz-Gymnasiums für "seinen" Nobelpreisträger Prof. Dr. Joachim Frank war auch der Seniorenbeirat der Stadt Siegen mit seinem Vorsitzenden Dr. Horst Bach mit von der Partie.

Das hatte seinen guten Grund, waren doch Jochen Frank und Horst Bach im Jahre 1951 Klassenkameraden in der Sexta b des FJMG. Auch das wiederum hatte seinen besonderen: Denn in der "VI b", wie es auf dem Klassenschild im Kellergeschoss des damaligen Hauptgebäudes stand, waren nur die "evangelischen Jungen des Schulträgers" zugelassen. Und Jochen Frank und Horst waren nun einmal "Wierenäuer Jonge". Den evangelischen Religionsunterricht erteilte ihnen der legendäre Pastor Arndt von der Haardter Kirche. Schulträger war damals das  Amt Weidenau mit den beiden damals noch selbständigen Gemeinden Weidenau und Klafeld.

In die Sexta a kamen dagegen, so erinnerten sich die beiden Altkameraden schmunzelnd - und man beachte dabei auch die Reihenfolge der "Zugelassenen"-  Katholiken, Auswärtige, Mädchen und Sonstige...“

Mädchen waren damals in der Tat in der Minderheit, und so war denn bei einem Abiturjahrgang zu Beginn der sechziger Jahr die Klafelder "Fürstin" Charlotte Lauber das einzige Mädchen, das im mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig die "Reifeprüfung" bestand.

Nach der Quarta trennten sich übrigens die Wege von Jochen Frank und Horst Bach. Der spätere Nobelpreisträger wechselte in die Untertertia des  naturwissenschaftlich-mathematischen Zweiges (UIII), sein Klassenkamerad in die Untertertia des neusprachlichen Zweiges (UIIIs).

 

Als Geschenk des Seniorenbeirates konnte Joachim Frank den jüngsten Tätigkeitsbericht des Seniorenbeirates mit auf die Rückreise in die USA nehmen, nachdem er sich zuvor für die Seniorenarbeit in der Krönchenstadt sehr interessiert hatte.


Das Bild zeigt von links: Dr. Horst Bach, Prof. Dr. Joachim Frank und FJMG-Schulleiter Oberstudiendirektor Rüdiger Käuser

Gedenkveranstaltung in Ypern

11. April 2018

Eine besondere Ehre wurde der Delegation des Seniorenbeirates der Stadt Siegen bei ihrem Besuch in der belgischen Partnerstadt Ypern zuteil. Am Abend vor ihrer Abreise war die Gruppe zur Teilnahme an der äußerst eindrucksvollen "Last Post Ceremony" am Menentor eingeladen worden, die an jedem Abend vor großem Publikum stattfindet. Diesmal eröffneten Yperns stellv. Bürgermeister Joseph Verschoore, der Siegener Seniorenbeiratsvorsitzende Dr. Horst Bach sowie  ein englischer Offizier vor rund 300 Gästen im Zeichen der Völkerverständigung gemeinsam die Zeremonie, bevor zahlreiche Gruppen insbesondere von Schulkindern aus England Mohnblumen an der Gedenkstätte niederlegten. Seit dem 2.Juli 1928 wird jeden Abend um 20 Uhr am Menentor der Gefallenen des 1.Weltkrieges gedacht.  Dabei wird während der Zeremonie der Verkehr durch das Tor angehalten. Anschließend spielen die Trompeter der  städtischen Feuerwehr das "Last Post" (Der letzte Wachposten) zum Gedenken an die Gefallenen. Diese Tradition wurde nur während der Zeit des Zweiten Weltkrieges unterbrochen. Die große Gedenkhalle unter dem Torbogen ehrt mit ihren eingemeißelten Namen die 54.896 vermissten Soldaten, die vor dem 17.August 1917 in den ersten drei Flandernschlachten gefallen waren. Das Ehrenmal ist insbesondere den gefallenen Soldaten Großbritanniens und des Commonwealth gewidmet, die in Schlachten um Ypern nicht identifiziert und ohne eigenes Grab geblieben sind. Für alle englischen Schulkinder ist es daher Pflicht, einmal während ihrer Schulzeit die Gedenkstätte am Menentor zu besuchen.


Im Zeichen der Völkerverständigung: Siegens Seniorenbeiratsvorsitzender Dr. Horst Bach, Yperns stellv. Bürgermeister Joseph Verschoore und ein englische Offizier (von links) eröffneten gemeinsam die Gedenkveranstaltung am Yperner Menentor. Im Hintergrund beobachten die Beiratsmitglieder Alfonso Lopez-Garcia, Leni Sörries-Meister und Dr. Maria Czell die Zeremonie.




Sitzgelegenheiten an Haltestellen des ÖPNV sind zu niedrig Seniorenbeirat fordert Verbesserungen

19. Januar 2018

Die äußerst vielfältige Arbeit des neuen Seniorenbeirates der Universitätsstadt Siegen wurde in seiner jüngsten Sitzung im Rathaus Geisweid deutlich, wo sich das Gremium wieder mit zahlreichen Anregungen aus der Bürgerschaft befasste.

 

Wie Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach mitteilte, nutzten inzwischen immer mehr ältere Menschen der Krönchenstadt die Möglichkeit, ihre persönlichen Anliegen und Erfahrungen sowie Verbesserungsvorschläge für eine möglichst barrierefreie Stadt an den Seniorenbeirat heranzutragen. Der Arbeit der  Seniorenbeiratsmitglieder in den sechs Siegener Stadtbezirken käme daher eine zunehmende soziale Bedeutung zu und sei nicht hoch genug einzuschätzen, so der Vorsitzende.

 

So beschloss das Gremium jetzt einstimmig einen Antrag von Helmut Plate, Sprecher des Arbeitskreises Mobilität, Sicherheit und Verkehr, die Sitzbänke im Bereich der Bushaltestellen auf bis zu 55 cm Sitzhöhe zu erhöhen. So sei eine steigende Anzahl von ÖPNV-Nutzern durch Einschränkungen im Bewegungsablauf, beispielsweise nach Hüftoperationen, nicht mehr in der Lage, die derzeit an den Haltestellen angebrachten Sitzgelegenheiten beschwerdefrei bzw. überhaupt zu nutzen, heißt es in dem Antrag. Zudem wurden darin weitere medizinische Gründe angeführt, die eine derartige Erhöhung dringend nahelegen. Die zurzeit gebräuchliche Höhe der Sitze beträgt lediglich 40 – 45 cm. 

Der Seniorenbeirat bittet nunmehr die Verwaltung um Prüfung und zeitnahe Umsetzung des Antrags.

 

Im weiteren Verlauf der Sitzung ließ sich der Seniorenbeirat von Pia Irle vom Büro Bürgermeister über die Ehrenamtskarte informieren und benannte das Geisweider Beiratsmitglied Hans Amely zum Vertreter des Seniorenbeirats in der Redaktionskonferenz der städtischen Autorenzeitschrift "durchblick".

 

Vor Beginn der Sitzung hatte Beiratsvorsitzender Dr. Horst Bach Siegens Integrationsbeauftragten Torsten Büker begrüßt, der das Gremium über die im Februar in der Sparkasse Siegen stattfindende Anne-Frank-Ausstellung informierte. Auch hier wollen einige Beiratsmitglieder sich ehrenamtlich in Organisation und Ablauf der Veranstaltung einbringen. Damit würde der Seniorenbeirat auch nachhaltig seinen Arbeitsschwerpunkt "Jung und Alt"  bedienen, wie Pressesprecher Ernst Göckus mitteilte, der die inzwischen in verschiedenen Schulen stark nachgefragten Zeitzeugenprojekte des Siegener Seniorenbeirats ins Leben gerufen hat.


Vom Telefon zum Smartphone

07. Januar 2018

Eine neue Zusammenarbeit des Siegener Seniorenbeirates

              mit dem Weidenauer  Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium

 

Die in bewährter Kooperation zwischen Seniorenbeirat und Schule seit vielen Jahren angebotenen Kurse für Vertreter der dritten Generation erfreuen sich nach wie vor hoher Beliebtheit. Auf dem Programm stehen  nach wie vor  Zurechtfinden im Internet, Textgestaltung, Tabellenerstellung und Versenden von E- Mails. Gegenwärtig laufen zwei Kurse für Teilnehmer mit unterschiedlichen Vorkenntnissen. Die Leitung liegt bei  den Seniorenbeiratsmitgliedern Brigitte Burk und Dr. Horst Uzar, den praktischen Unterricht gestalten Schüler der gymnasialen Oberstufe.

Erstmalig wird nunmehr auch ein Smartphonekurs angeboten. Schüler-Lehrer ist Markus Grauel, welcher auch die Computerkurse mitbetreut.  Da die Geräte in der Handhabung recht unterschiedlich sind, kann nur in kleinen Gruppen gearbeitet werden.  

Die lernbegierigen Seniorinnen und Senioren waren dann auch sogleich voll bei der Sache. Das Verschicken von Bildern war der erste Lerninhalt. Schon nach drei Lernstunden  zeigten sich  alle Beteiligten   mit dem erlernten Stoff mehr als zufrieden und immer mit Begeisterung dabei. Auch dieser Kurs wird von  Seniorenbeiratsmitglied Hans Amely als Koordinator geleitet, welcher zudem in bewährter Form mit hilfreichen Tipps zur Verfügung steht. Der gegenwärtig angebotene Kurs läuft noch bis zu den Osterferien.


Vom altehrwürdigen Telefon mit Wählscheibe zum multifunktionalen Smartphone – Hans Amely, Christel Henneberg, Markus Grauel und Astrid Thiele sind mit Elan und Eifer dabei.